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DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt

erschienen. Das „Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet“ (Eine gemeinnützige Stiftung, gegründet von der Deutschen Post AG) hat nun eine U25-Studie veröffentlicht, mit der sie nach eigenen Aussagen kursierenden Allgemeinplätzen über die Internetnutzung von Kindern und jungen Erwachsenen entgegen treten möchte.

Deutlich wird wieder einmal, welche Rolle die sozialen Umstände des Aufwachsens spielen, Milieu und Bildung.

„Die identifizierten DIVSI U25-Internet-Milieus zeigen besonders deutlich, dass die Haltung zum
und der Umgang mit dem Internet sich entlang lebensweltlicher Hintergründe deutlich unterscheiden:
Bedeutsam sind dabei die verschieden gelagerte subjektive Souveränität im Umgang mit dem Netz
insgesamt und die Wahrnehmung von Gefahren und Risiken im Speziellen, aber auch die jeweiligen
Perspektiven auf die zukünftige persönliche Relevanz des Internets.
Die aktivsten Onliner mit einer selbstverständlichen und intensiven Internet-Nutzung finden sich
in den Milieus der Souveränen, Pragmatischen und Unbekümmerten. Zusammen genommen stellen
diese drei U25-Internet-Milieus die deutliche Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen
dar.
Diejenigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich durch einen eher selektiven und
bewussten bis hin zu einem zurückhaltenden oder auch verunsicherten Umgang mit dem Internet
beschreiben lassen, bilden die U25-Internet-Milieus der Skeptiker, der Verantwortungsbedachten,
der Vorsichtigen und der Verunsicherten.“ (S. 161)

Wir sind wieder beim Thema der „Digitalen Teilhabe“, das ja nur ein Teilbereich gesellschaftlicher Teilhabe ist.

„Trotz intensiver Nutzung des Internets über die verschiedenen formalen Bildungsniveaus hinweg
zeigen sich unterschiedliche Voraussetzungen bezüglich der Zugangsbedingungen: Je niedriger der
formale Bildungsgrad, desto eher müssen die Kosten für die heimische Internet-Nutzung selbst
getragen werden – wobei hier jedoch auch die verfügbaren finanziellen Budgets umso geringer sind.

Auch bezüglich der subjektiven Souveränität und Sicherheit im Umgang mit dem Internet zeigen
sich Bildungsunterschiede: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer formal niedrigeren
Bildung sprechen sich selbst eine geringere Internet-Kompetenz zu als Befragte höherer formaler Bildung.

Und auch wenn das Internet von den Befragten jedes Bildungsniveaus vorrangig als
Kommunikations- und Unterhaltungsmedium genutzt wird, so nutzen die formal höher Gebildeten
das Internet häufiger bewusst als Informations- und Bildungsinstrument als formal niedriger
Gebildete.“ (S.161f)

Wer hat, dem wird gegeben…

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Kategorien:Medienpädagogik
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