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Spannende Vorträge und Präsentationen vom IFLA World Congress Lyon zum Thema Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit

Liebe Kolleg/innen!https://jugendbibliothek21.wordpress.com/wp-admin/post-new.php

Viele der Vorträge und Präsentationen über Projekte und Initiativen im Bereich Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit waren unglaublich interessant, innovativ und unbedingt wert, gelesen (und hoffentlich auch nachgeahmt) zu werden. Der große Bedarf an Fortbildungsveranstaltungen im Bereich der Medienpädagogik in Deutschland zeigt ja, dass auch wir das Gefühl haben, uns mehr mit den neuen Technologien zu beschäftigen und diese im Bibliotheksalltag, insbesondere mit Jugendlichen, einzusetzen.

Ich stelle hier einige der Präsentationen vor – und habe die Abstracts auf deutsch verfasst! Die Texte sind dann natürlich auf englisch, aber sehr gut zu lesen! Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele von Ihnen die Präsentationen lesen und für die eigene Arbeit nutzen – in jedem Fall sind Sie ein toller Einblick in die sehr innovative und nachahmenswerte Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit weltweit!!!

1. Let library loose! Teens & young adults as content creators at Hattula public library“ / Ikka Majanen (Hattula public library, Finland) and Heli Roisko (Direction of Cultural and Library Services, Finland)

Drei sehr interessante Jugendprojekte wurden vom Team der Stadtbibliothek in Hattula, Finnland zwischen 2012 und 2013 durchgeführt. Jugendliche, die während des Sommers ehrenamtlich in der Stadtbibliothek arbeiten, drehten mehrere digitale Kurzvideos, in denen sie selbst auch mitspielten. Thema: Vorurteile über Bibliotheken? Wir halten dagegen!
Auf der einen Seite sollten junge Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre Fähigkeiten einzubringen und kreativ auszudrücken. Zum anderen wurde ihr Blick auf die Räumlichkeiten, Einrichtung und den Service der Stadtbibliothek genutzt, um Verbesserungen anzustoßen.
Während einer Bibliotheksnacht wurde, unter Mitwirkung von Bibliotheksnutzer/innen (sie spielten die Privatdetektive!), ein digitaler Bibliothekskrimi gedreht und in einem weiteren Projekt vom Sommer-Team der Bibliothek für ein Recherche-Game mit Schulklassen genutzt.

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2. Allata (Let’s write) – working together to get the literatur we are missing / Mette Laustsen (Nuuk Public Library, Greenland)

In der Nuuk Public Library gab es nur 9 Regalmeter mit grönländischer Kinder- und Jugendliteratur. Kinder und Jugendliche empfanden diese als altbacken und langweilig.
Was liegt da näher, als gemeinsam mit dem örtlichen Jugendzentrum die Bücher zu schaffen, die die Zielgruppe selbst spannend findet?
Unter dem Motto „Jung in Grönland – jung in der Welt“ schrieben Jugendliche, mit der Unterstützung einer jungen Autorin, Texte und Kurzgeschichten z.B. über das Gefühl anders zu sein. Aus den Geschichten entstanden nicht nur Bücher sondern auch Theaterstücke und Beiträge für einen Poetry Slam.
Es wird überlegt, aus Zeit- und Organisationsgründen ganz zu digitalen Werken überzugehen, wovon die Jugendlichen selbst aber – interessanterweise! – weniger begeistert waren.

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3. They always come back – the popularity of student created books / Melissa Frost (Rochester City School District Libraries, New York, United States)

Schülerinnen und Schüler schaffen eigenen Bücher für den Bibliotheksbestand? Das gibt es in New Yorker Schulbibliotheken tatsächlich und ist sogar im Lehrplan verankert!
Die Sammlung enthält zur Zeit ca. 400 Bücher, größtenteils sogar fremdsprachig. Sie werden gebunden, katalogisiert und erhalten Barcodes für die Ausleihe. Die Erweiterung ins Digitale ist geplant. Eine tolle Idee auch für das Projekt My favourite book der IFLA-Sektion Libraries for Children and Young Adults.

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Kategorien:Uncategorized
  1. 25. August 2014 um 21:35

    Ich war auch in dieser Veranstaltung und SEHR begeistert.
    Eine andere Veranstaltung zum Thema „literacy“ war auch sehr gut, es gab dort runde Tische, an denen man sich für je 15min informieren konnte, dann wurde gewechselt. EinThema war besonders ergreifend: In Australien gibt es ein Projekt in Gefängnissen „Better beginnings“, wo Gefangene Lesen lernen mit Kinderbüchern. Hintergrund: 80% der Gefängnisinsassen sind auf dem kognitiven Stand eines 11jährigen, viele können gar nicht lesen.
    Jane Jones von der State Library of Western Australia stellte das Programm vor, was folgendes beinhaltet: Die Familien und Kinder der Insassen bekommen Büchertaschen geschenkt (wie bei uns auch eine zur Geburt und eine zum 4. Geburtstag), und die Insassen lernen ihren Kindern vorzulesen. Mrs. Jones hat ein Audio-Beispiel mitgebracht, in dem man hören konnte, wie ein Vater (Aborigine) seinem Kind ein Bilderbuch vorliest. Diese Aufnahme wurde dem Kind mit nach Hause gegeben, das Bilderbuch liegt zu Hause vor und der Vater liest den Text, weist das Kind auf jeder Seite auf eine Besonderheit hin und sagt dann „turn the page“. Es war sehr ergreifend, diese Aufnahme zu hören.
    Tolles Beispiel!

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  2. 27. August 2014 um 10:34

    Tolle Projekte, danke für die Anregungen!

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