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Vortrag in Erfurt „Nach Remscheid“

29. Januar 2015 2 Kommentare

Am 28. Januar hielt ich auf Einladung der Landesfachstelle Thüringen einen Vortrag über Zukunftsvisionen von Kinder- und Jugendbibliotheken. Inwischen denke ich allerdings, dass wir hier noch ein ganzes Stück an Weg zurücklegen müssen.

Bei der Diskussion konnten wieder viele Kolleginnen die Erfahrung bestätigen, dass die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in ihren Einrichtungen zu wenig gewürdigt wird.


 
Hier außerdem die Präsentation meines Eröffnungsvortrages beim 2. Forum Bibliothekspädagogik. Es war leider etwas wenig Zeit, die „vielen Fässer“, die ich dabei aufgemacht habe, angemessen auszuschöpfen. Ich hoffe aber, den Vortrag in nächster Zeit ausarbeiten zu können.
 

jd

 

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BuB 7/8 2014: Schwerpunktthema Kinder-/Jugendbibliotheken

29. Juli 2014 1 Kommentar

BuB 7/8 2014: Schwerpunktthema Kinder-/Jugendbibliotheken

Bitte das Heft BuB 7/8 2014 beachten: Hier ist das Schwerpunktthema Kinder/Jugend mit vielen Forderungen unserer Konferenz in Remscheid (Februar 2014) und reichlich Praxisbeispielen veröffentlicht. http://www.b-u-b.de/ (online sind leider nicht alle Artikel verfügbar).

Eine erste Forderung in Remscheid war der hohe Fortbildungsbedarf. Unsere Umfrage dazu ist mit hoher Beteiligung abgeschlossen. Auswertung demnächst auch hier nachzulesen.

Sonderteil Remscheider Konferenz im BUB 7/8

Das Sommerheft BUB 7/8 mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendbibliotheken ist raus…

und in einem großen Sonderteil sind die Ergebnisse, einzelne Konzepte und Beiträge zu unserer 1. Kinder- und Jugendbibliotheks- Konferenz in Remscheid 2014 dargestellt.

 

Viel Spaß beim Schmökern!!!!

 

Schöne Grüße von der DBV-Kommission Kinder- und Jugendbibliotheken

Jochen Dudeck, Ron Gohr, Ines Hoppe, Rafaela Müller & Meike Betzold

Kategorien:Konferenz 2014

Es geht weiter – nach einer (schöpferischen) Pause

Am Wochenende hat die Kommission in Nürnberg in der neuen Zentralbibliothek getagt – sozusagen im Schatten der Burg. Die diversen Berichte über die Remscheider Konferenz sind geschrieben und das Material für das BuB-Doppelheft gesammelt, gesichtet und vorredigiert, so dass es nun an die weitere Arbeit gehen kann.

Wir haben einen ambitionierten Plan. Wir möchten – mit Euch! – bis Juni 2015 drei Positionspapiere erarbeiten:

  • Leitbild Kinderbibliothek / mit Anforderungen an das Berufsbild und die Ausbildung
  • Leitbild Jugendbibliothek / dito
  • Fachkommunikation im Kinder- und Jugendbibliotheksbereich

unter möglichst breiter Beteiligung der Fachöffentlichkeit.

Ein gewisses Vorbild ist dabei der „Aufruf zum Handeln“ der us-amerikanischen YALSA (Young Adult Library Service Association), der hier heruntergeladen werden kann. Die Kurzfassung wird gerade von einer Kommissionskollegin übersetzt.

Bild

Da wir im Verband (noch) über keine gemeinsame Arbeitsplattform verfügen, haben wir bei Googlemail (mit allen Bauchschmerzen) drei Accounts eingerichtet:

  • agkinderbibliotheken.komkiju (Verantw. Meike Betzold)
  • agjugendbibliotheken.komkiju (Raphaela Müller)
  • agkommunikation.komkiju (Jochen Dudeck)

… jeweils unter @gmail.com. Die Plattform „Drive“ (früher Google-Docs) bietet, wenn man sich etwas damit vertraut gemacht hat, gute Möglichkeiten der Vernetzung.

Wer noch Lust hat, sich hier einzubringen, ist herzlich eingeladen. Email an eine der obigen Adressen genügt!

 

 

 

Kategorien:Konferenz 2014

Ergebnisse des Workshops „Benachteiligte Kinder- und Jugendliche in Bibliotheken – am Beispiel von Epinay-sur-Seine/Frankreich und Frankfurt am Main/Deutschland“ von Monika Mertens

16. März 2014 1 Kommentar

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Nach dem Bildervortrag über die hervorragende Arbeit der Mediatheken in Epinay-sur-Seine mit der Zielgruppe bildungsfernen Familien, Kinder und Jugendliche, setzten wir uns in Gruppen zusammen, um Ideen für Kooperationspartner, Projekte und Veranstaltungen aber auch für mögliche Stolpersteine bei der Arbeit mit der Zielgruppe zu sammeln und diskutieren.

Hier für alle, die sich für das Thema interessieren und/oder die beim Workshop mitgemacht haben und nochmal nachlesen möchten, die Ergebnisse aus den Gruppen:

Die Powerpoint-Präsentation über die Arbeit der Mediatheken in Epinay-sur-Seine finden sie hier: Präsentation_EpinaysurSeine

Mögliche Kooperationspartner bei der Arbeit mit bildungsfernen Familien, Kindern und Jugendlichen:

  • Ämter (Jugend-, Arbeitsamt, etc.)
  • Vereine („Frauen helfen Frauen“, Migrantenvereine, „Die Tafel“, interkulturelle Vereine)
  • Jugendzentren, Hausaufgabenhilfe, Kinderhäuser
  • Schulen (z.B. AGs), bei Klassen Vorteil, dass man alle Kinder „im Boot“ hat (inklusiver Ansatz)), Kitas, Sozialarbeiter/innen der Schule
  • VHS (Deutschkurse für Migrant/innen)
  • Andere Sprachkursanbieter (Caritas, Kulturvereine, AWO)
  • Kulturelle Zentren oder Theater
  • Kommunale Integrationszentren
  • Kinderheime, Wohngruppen
  • Hippy- und Rucksack-Mütter
  • Sozial- und Bildungspartner (Bsp. „Soziale Stadt“, Bayern: Bildungslokale)

Ideen für Projekte, Aktionen, Veranstaltungen mit und für bildungsferne Famlien, Kinder und Jugendliche:

  • Sprechstunde/n des Sozialamtes, Arbeitsamtes oder der Jugendhilfe in der Bibliothek
  • Bücherfahrrad (mit dem Bibliotheksmitarbeiter/innen an die Orte fahren und dort Medien ausleihen und vorlesen, an denen sich die Zielgruppe aufhält
  • Ausgewogenes Angebot für alle unterschiedlichen Nationalitäten vor Ort
  • Mehrsprachige Autorenlesungen, Auftritt von Musiker/innen und Künstler/innen anderer Nationen
  • Bsp. für Familienveranstaltung: Erwachsene treffen sich zum gemeinsamen Zeitunglesen, Kinder können Bücher anschauen oder bekommen etwas vorgelesen.
  • „Vorlesezeit“ für Kinder der Tafelnutzer/innen, während Eltern warten
  • Zweisprachige Vorlesepat/innen
  • Multiplikator/innen ansprechen
  • Gruppen aufsuchen (Hebammen, Krabbelgruppen etc.)
  • Projekte, in denen man die Kompetenzen der Zielgruppe einbindet (z.B. Kindern erklären anderen Kindern die Bibliothek; Filme, Fotostories)
  • Wichtig: Bedarfsermittlung für den zielgruppenorientierten Bestandsaufbau nutzen
  • Familiensonntag für Menschen aus unterschiedlichen Nationen als offenes Angebot
  • Veranstaltung oder Projekt mit internationalen Kinderliedern
  • „Peer to peer“ – Jugendliche machen Veranstaltung für Jugendliche.
  • „Runder Tisch“ mit Kooperationspartnern der Stadt, die mit der Zielgruppe arbeiten (vor allem, wenn man sich erst in der Planungsphase für die Arbeit mit der Zielgruppe befindet!)
  • Angebote für Sprachfördergruppen aus Kitas
  • „Fachexperten“ bzw. Personen aus anderen Kulturkreisen im Personal
  • Medien – bzw. Vorlese- oder Kreativangebot im Freibad (z.B. in den Sommerferien, wenn in der Bibliothek nicht so viel los ist)
  • Bestand: Leichtes Lesen
  • Besuche in Familien der Zielgruppe als Mentorenprogramm mit Ehrenamtlichen (wurde „heiß“ diskutiert und nur mit der Option „auf Wunsch“ befürwortet)
  • Geschulte Ehrenamtliche helfen SuS mit Problemen beim Lesen
  • Internationale Projekte wie z.B. Sister Libraries (IFLA-Projekt)
  • Vorlesefrühstück (regelmäßig) für die ganze Familie (gemischt, inklusiver Ansatz!)

Beim Vorlesefrühstück lesen Bibliotheksmitarbeiter/innen aber auch die Eltern den Kindern in ganz kleinen Gruppen die Lieblingsbücher der Kinder vor.

Last but not least dieStolpersteine“, die den Teilnehmer/innen des Workshops einfielen, und auf die man dringend beim Aufbau eines Angebots für die Zielgruppe bildungsferner Familien achten sollte. Zu den Stolpersteinen gab es großen Gesprächs- und Diskussionsbedarf, der leider im Workshop aufgrund der begrenzten Zeit nur zum ganz kleinen Teil befriedigt werden konnte. Hier die Stolpersteine im einzelnen:

  • Finanzierung!
  • Genaue Überlegung: Welche Zielgruppe möchte man ansprechen? Zwischen Migrant/innen und bildungsfernem Publikum unterscheiden.
  • Prioritäten setzen!!!
  • Eine Bedarfsermittlung für die Stadt oder das Viertel, in dem die Bibliothek liegt hilft dabei, wirklich die Bedürfnisse der Zielgruppe kennenzulernen. Am besten wird die Bedarfsermittlung gemeinsam mit anderen Institutionen, die die gleiche Zielgruppe bedienen gemacht, oder es gibt sie dort eventuell schon?
  • Könnte es Zielgruppenkonflikte geben? (Lautstärke, Medienangebot?)
  • Bei neuen Angeboten ohne zusätzliches Personal muss man zwangsläufig woanders Abstriche machen. Was bedeutet das ggf. für andere Zielgruppen, die evtl. bisher im Mittelpunkt der Arbeit standen?
  • Wie reagiert das Team auf mögliche Veränderungen? (s. Diskussion über jugendliche Benutzer/innen: „Wollen wir die überhaupt?“)
  • Wo könnten Ressourcen (vor allem Zeit) eingespart werden (z.B. bei der Einarbeitung der Medien o.ä.) um wieder Kapazitäten freizuhaben?
  • Sind wir / die Mitarbeiterinnen der Bibliothek eigentlich kompetent genug für die Arbeit mit der Zielgruppe?? Hier wurde vor allem auf die große Bedeutung der Vernetzung mit anderen Institutionen, die schon mit der Zielgruppe arbeiten und über Erfahrungen verfügen, hingewiesen!
  • Bedenken: Wie wird unsere Bibliothek von Außenstehenden, evtl. der Zielgruppe selbst wahrgenommen?
  • Wie erreicht man die Zielgruppe? (da man weiß, dass es nicht über die herkömmliche Werbung wie Handzettel oder Pressemitteilungen möglich ist). Welche anderen Möglichkeiten gibt es, die Programme und Angebote der Bibliothek sichtbar zu machen?
  • Problem sprachliche Verständigung
  • Interkulturelle Missverständnisse
  • Wichtig: Arbeit mit der Zielgruppe ist vor allem Vertrauensarbeit
  • Erfolge bei der Arbeit mit der Zielgruppen werden sich eventuell nicht wie sonst durch eine Erhöhung der Ausleihzahlen manifestieren. Wie vertritt man seine Arbeit dennoch vor den Geldgebern?

 

Open Space, Teil 8-10 – Messbarkeit der Arbeit – Ressourcen/Personal – Veranstaltungsarbeit

Der letzte Teil und die letzten 3 Themen, die während der Kinder- und Jugendbibliothekskonferenz im Open Space diskutiert wurden:

Messbarkeit der Arbeit

5 Sätze

  1. Voraussetzung ist die Formulierung von Zielen
  2. Alle qualitativen und quantitativen Leistungen die erbracht werden, müssen anhand eines Leitungskatalogs gemessen werden.
  3. Die Leistungszahlen müssen in Beziehung gesetzt werden um die Qualität darzustellen.
  4. Die Darstellung der Leistung muss intern und extern wirkungsvoll kommuniziert werden.
  5. Die Evaluation bildet die Grundlage um eigene Ziele zu kontrollieren und zu verändern um das Gesamtkonzept der Bibliothek anzupassen und abzugleichen.

–> Wir brauchen Instrumente und Kriterien, um die Wirksamkeit der Arbeit zu messen.
 

Ressourcen, Ehrenamtlichkeit, Honorarkräfte, Personalanschaffung in der Bibliothek, Projektförderung, Lobbyarbeit

5 Sätze

  1. Personal: Jegliches Personal muss grundsätzlich qualifiziert sein, fortlaufend fortgebildet werden und dafür eine Wertschätzung erfahren!
  2. Projekte: Für eine gelungene Projektarbeit brauchen wir qualifiziertes Personal (Fachkenntnis Projektmanagement), Zeitkontingente (Antragsstellung – Durchführung – Dokumentation) und unterstützende Partner.
  3. Lobbyarbeit – intern: Aktive, offene und ehrliche Kommunikation mit den Kollegen und hierfür Wege, Instrumente und Teambildungsmaßnahmen finden.
  4. Standards: Die Vermittlungsarbeit ist das Kerngeschäft der Kinder- und Jugendbibliotheken, dafür benötigen wir Standards (personelle, räumliche, technische und finanzielle Ausstattung)
  5. Zeit: Wie erreichen wir eine Organisationsstruktur die uns unterstützt, zentrale Dienste und Angebote in praxistaugliche Konzepte vor Ort umzusetzen?

Kerngeschäft versus Veranstaltungsarbeit

5 Sätze

  1.  Jeden Kinder- und Jugendbibliothek muss ein konkretes Leitbild haben!
  2. Mut zur Schwerpunktsetzung!
  3. Nachhaltigkeit und Regelmäßigkeit sind wichtig neben ausgewählten „Leuchttum-Events“
  4. Wir fordern, dass Veranstaltungs- und Projektarbeit als Kerngeschäft anerkannt werden und wir personell, inhaltlich und finanzielle unterstützt werden vom Kollegium, Leitung, Politik und Berufsverbänden.
  5. Wir brauchen professionelles Marketing, um eine  Lobby zu schaffen.

-Fachkonferenz Kinder- und Jugendbibliotheken, 19.2. -22.2.2014, Remscheid-

Kategorien:Konferenz 2014

Open Space, Teil 5-7 Social Reading – Rollenbild – Jungenleseförderung

Drei Themen, die beim Open Space diskutiert wurden. Die Anregungen und offenen Fragen werden in den Arbeitsgruppen „Kinderbibliotheken der Zukunft“ und „Jugendbibliotheken der Zukunft“ mit hineingenommen. Hier aber erst einmal die 5 „Ergebnis-Sätze“ aus den Gruppen:

Social Reading, Tablet, Apps ..

5 Sätze

  1. Medienpädagogische Arbeit ist heute in der Arbeit in Bibliotheken nicht mehr wegzudenken
  2. Es besteht Handlungsbedarf und großer Fortbildungsbedarf im Bereich neuer Medien v.a. Grundlagenforschung
  3. Nutzung von Tablets:
  • vor Ort zur Information
  • zur Ausleihe
  • Eigenentwicklung von Apps
  • Einbindung von Klassenführungskonzepten
  • Medienarbeit mit Jugendlichen
  1. Wir fordern Ansprechpartner für Medienpädagogik beim DBV und in den Landesfachstellen (wünschenswert wäre die Einrichtung einer Kommission)
  2. Einladung externer Experten für Arbeitsgruppen etc. als Motivation

 

Rollenfindung – Berufsbild Kinder- und JugendbibliothekarIn, Kompetenz und Zukunft

 5 Sätze

  1. Wir brauchen ein klares Aufgabenspektrum das intern und extern kommuniziert wird
  2. Voraussetzung und Bedingung ist die Zielgruppenfindung und die Findung potentieller KooperationspartnerInnen (Sozialraumorientierung).
  3. Wir brauchen zusätzliche Qualifikationen für qualitativ „gute“ Arbeit.
  4. Hinzukommen müssen entsprechende Sozialkompetenzen für den Umgang mit den unterschiedlichen Zielgruppen.
  5. Die Kinder und Jugendbibliothek ist das Herzstück der Bibliothek à Damit die Kinder- und Jugendbibliothek dies werden kann, bedarf es einer sinnvollen räumlichen und inhaltlichen Verortung sowie kollegialer Unterstützung und Akzeptanz innerhalb der Bibliothek.

Es sollte ein bundesweites, aktualisiertes Modell-Leitbild initiiert werden mit ganz konkreten Standards zur Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit. 

 

Leseförderung für Jungen

5 Sätze

  1. Medienförderung für alle, die Jungs besonders anspricht
  2. Neue Kontaktpartner finden z.B. Sport, Polizei
  3. Beziehungsarbeit
  4. Vernetzung und Austausch
  5. Brauchen wir eine geschlechterspezifische Leseförderung?

 

– Fachkonferenz Kinder- und Jugendbibliotheken 19.2. -22.2.2014, Remscheid-

 

Kategorien:Konferenz 2014