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Gütesiegel Buchkita: dbv und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels prämieren frühkindliche Leseförderung

Bewerbungen bis zum 31. Mai 2022 möglich

Auch in diesem Jahr können sich Kindergärten und Kitas für die Auszeichnung bewerben, die unter dem neuen Namen „Gütesiegel Buchkita“ fortgesetzt wird. Die Registrierung erfolgt online, Bewerbungen können bis zum 31. Mai 2022 postalisch eingereicht werden. Die Auszeichnung vergeben der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) mithilfe einer Fachjury.

Seit 2019 werden Einrichtungen ausgezeichnet, die besonderes Engagement für die frühkindliche Leseförderung zeigen.
Das Gütesiegel honoriert Betreuungseinrichtungen, in denen frühe kindliche Erfahrungen rund ums Geschichtenerzählen, Reimen und Lesen ein Schwerpunkt des pädagogischen Konzepts bilden. Buchkitas legen Wert auf regelmäßiges Vorlesen, einen vielseitigen kreativen Umgang mit Büchern, eine altersgerechte Medienbildung und bringen Kinder mit Leseorten wie Buchhandlungen oder Bibliotheken in Kontakt. Sie leisten mit aktiver Sprachvermittlung und -förderung außerdem einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit.

Welche Kindergärten das Gütesiegel erhalten, entscheidet eine Fachjury mit Expert*innen aus den Bereichen Buchhandel, Bibliotheken, Pädagogik, Leseförderung und Kinderliteratur anhand eines transparenten Kriterienkatalogs. Die schriftlichen Bewerbungen werden mithilfe eines Punktesystems bewertet. Die Verleihung des Gütesiegels und die Übergabe der Plakette findet voraussichtlich im Oktober 2022 zur Frankfurter Buchmesse statt. Die Auszeichnung behält für drei Jahre ihre Gültigkeit. Ausgezeichnete Kindergärten können sich nach drei Jahren erneut bewerben.

Informationen zu den Gütesiegel-Kriterien und zum Bewerbungsprozess sind auf der Website www.guetesiegel-buchkita.de abrufbar.

Ansprechpartnerinnen für Kindergärten:

Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Kathrin Hartmann, Telefon: +49 (0)30 644 98 99 15
E-Mail: hartmann@bibliotheksverband.de

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Birgit Koch, Telefon: +49 (0)69 1306 511
E-Mail: guetesiegel-buchkita@boev.de

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Vorlesestudie 2014 beleuchtet mediale Gesprächsanregungen in Familien

Die aktuelle “Vorlesestudie 2014″ der Stiftung Lesen, die auf der Basis einer Befragung von Eltern (250 Väter und 250 Mütter) mit Kindern zwischen 2 und 8 Jahren wie in jedem Jahr einen besonderen Aspekt des Vorlesens in Familien zu ergründen sucht, gibt in diesem Jahr speziell Auskunft über die Bedeutung des Vorlesens und der Mediennutzung für Gesprächsanlässe und familiäre Bindung im häuslichen Bereich.

Demnach spielen Bücher als mediale Begleiter für themenbezogene Gespräche mit 2-8jährigen die größte Rolle im Vergleich zu anderen Medien:  75 % aller Eltern, die  Medien zur Gesprächsanregung einsetzen, bevorzugen hierfür das Buch. Fernsehen, CD, DVD, Internet spielen in diesem Kontext eine deutlich geringere Rolle.

Am häufigsten wird die Verbindung von Vorlesen und Gespräch bei Alltagsthemen und Erfahrungen des sozialen Miteinanders genutzt.

Insgesamt konnte laut dieser Studie die Häufigkeit des Vorlesens in Familien im Vergleich zur Vorjahresstudie nicht gesteigert werden (2013: Vorlesen in der Familie bei 70% regelmäßig und bei 30% selten oder nie / 2014: Vorlesen in der Familie bei 69% regelmäßig und bei 31 % selten oder nie). Die Zahl der Haushalte, in denen gar nicht oder nur ganz selten vorgelesen wird,  scheint im Vergleich zum Vorjahr sogar minimal gewachsen zu sein. Um diese Ergebnisse weiter abzusichern, wären andere Vergleichsuntersuchungen interessant.

Interessant – auch für Bibliotheken – ist ferner, dass 90% der Kinder zu Hause davon erzählen, wenn ihnen außerhalb der Familie (Kita, Schule oder anderswo) vorgelesen wird und sich Kinder selbst mit einem hohen Anteil das Vorlesen wünschen. Positive Vorlesesituationen, die Kinder außerhalb der Familie erleben, wirken also in die Familie hinein.

Einzelheiten zum Nachlesen sind hier zu finden: https://www.stiftunglesen.de/institut-fuer-lese-und-medienforschung/forschungsprojekte/vorlesestudie

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„Dezembergeschichten“ laden zum Vorlesen ein

Dezembergeschichten  www.dezembergeschichten.de 

Die Förderung der Vorlesekultur in den Wochen vor Weihnachten bleibt das Ziel der “Dezembergeschichten”, einer Vorlese-Initiative der Büchereizentrale Schleswig-Holstein für die Büchereien im Land. Um dazu auch in Zukunft wirksam beitragen zu können, wurde das bisherige Konzept unter Berücksichtigung von Erfahrungen aus der Praxis  gründlich überarbeitet. Im Mittelpunkt steht jetzt jeweils ein “Dezemberbuch des Jahres”, ergänzt um Begleitmaterialien mit kreativen Mitmach-Ideen im Sinne einer lebendigen Sprach- und Erzählförderung, die zum Download bereitgestellt werden. Neben der Umsetzung in Schulen ist ebenso an eine mögliche Verwendung der Materialien und Anregungen für die außerschulische Vorlesearbeit in Bibliotheken gedacht wie an eine eventuelle Öffnung für weitere Zielgruppen (Kindergärten, Senioren u.a.) in den nächsten Jahren. Die Materialien der Vorjahre bleiben dabei weiterhin zugänglich, was zur Nachhaltigkeit des Konzepts beiträgt.  Alle wichtigen Informationen zum Mitmachen sind unter www.dezembergeschichten.de zu finden. Hier stehen alle für die Aktion nötigen Materialien zum Download bereit und können nach Bedarf ausgedruckt werden.

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